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Donnerstag, 19. Februar 2009

Geistige Beeinträchtigung durch Passivrauchen?

Wie eine Studie im britischen Ärzteblatt herausfand, kann Tabakrauch möglicherweise die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen. Während die meisten Raucher behaupten, dass Nikotin ihre Konzentrationsfähigkeit erhöht, belegen mehrere Studien an aktiven Rauchern, dass die Schadstoffe des Tabakrauchs auf längere Sicht zum kognitiven Abbau bis hin zur Demenz führen.

Die nun von David Llewellyn (Universität Cambridge) veröffentlichten Untersuchungsergebnisse lassen darauf schließen, dass auch intensive Passivraucher eventuell gefährdet sind. Im Rahmen der Studie untersuchten die Forscher anhand von Speichelproben von etwa 5000 Nichtrauchern, die älter als 50 Jahre waren, die Konzentration eines Abbauproduktes von Nikotin, Cotinin. Daraufhin führten sie einen Konzentrations- und Leistungstest durch.

Zu den 10 Prozent der Probanden mit den schlechtesten Resultaten gehörten häufiger die Nichtraucher, die einem verstärkten Passivrauch ausgesetzt waren. Da sich das Risiko auf eine kognitive Beeinträchtigung mit der Cotinin-Konzentration folglich erhöhte, lässt sich eine kausale Assoziation aus der Dosis-Wirkungsbeziehung ableiten. Als Grund für diesen Einfluss werden die bekannten negativen Auswirkungen des Passivrauchens auf das Herzkreislaufsystem angenommen, was Durchblutungsstörungen im Gehirn verursachen kann.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.mediconsult.ch/.

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